Planen Menschen in absehbarer Zeit einen Hausbau, wird im Voraus zunächst das entsprechende Grundstück dafür benötigt. Nicht selten wird dieses bereits dann erworben, wenn noch keine konkreten Baupläne für die Immobilie gemacht wurden. In der Regel muss auch das Grundstück selbst zunächst finanziert werden. Viele Kreditinstitute bieten spezielle Grundstücksdarlehen an, die in den meisten Fällen die Form eines Ratenkredits tragen. Besonders sicher erscheinen häufig die Angebote mit Zinsbindung – diese haben allerdings den Nachteil, dass das Darlehen auch erst mit Ablauf der Zinsbindung gekündigt werden kann. Oft benötigen Bauherren aber zu Beginn des eigentlichen Bauvorhabens eine erneute Finanzierung für die Immobilie – läuft das Grundstücksdarlehen zu diesem Zeitpunkt noch immer, sind sie praktisch gezwungen, beim selben Anbieter zu bleiben, obwohl andere Geldinstitute eventuell bessere Konditionen bieten. Experten raten daher dazu, auf eine möglichst flexible Finanzierung zu achten.
Grundstücksdarlehen können Laufzeiten zwischen 12 und 84 Monaten haben. Bei einer Kredithöhe von 10.000 Euro bietet die Postbank aktuell (Oktober 2011) einen effektiven Jahreszins von 6,29 %. Die Höhe der monatlichen Raten beträgt 234,16 € bei einer Laufzeit von 48 Monaten. Die Targobank verlangt bei derselben Kredithöhe und Laufzeit eine monatliche Rate von 229,16 € bei einem effektiven Jahreszins ab 4,75 %. Die entsprechende Bonität wird bei den meisten Geldinstituten vorausgesetzt und entscheidet bei einigen auch über die Zinshöhe (manche Anbieter wie die ING-DiBa vergeben aber auch bonitätsunabhängige Kredite). Grundsätzlich gilt: Je kürzer die Laufzeit, umso geringer fallen die Gesamtkosten aus.
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